martes, 4 de octubre de 2011

Die Ethymologie von Almuñécar

In diesem Blog werden wir einige Sehenswuerdigkeiten vorstellen, die die Stadt Almuñécar zu bieten hat. Einerseits wenden wir uns an Spanieninteressierte, die diese aussergewoehnliche Enklave der Costa Tropical schon kennen, andererseits aber auch an jene, die, dank der Neuen Medien, diesen Ort kennen lernen moechten.

Als erstes moechten wir uns auf den geschichtlichen und ethymologischen Aspekt konzentrieren, indem wir einen Rueckblick auf die verschiedenen Namen werfen, die diese Gemeinde, aktuell bekannt als Almuñecar, im Laufe ihrer Geschichte erhielt.

Wir muessen uns daher zuerst in die Vorgeschichte zurueckversetzen, eine Zeit, in der man Almuñécar durchaus als eine der bedeutendsten Siedlungen im suedwestlichen Europa bezeichnen konnte, als die sie in den ersten schriftlichen Erwaehnungen beschrieben wurde.

Almuñécar war der Ort, zumindest laut Estrabón (ein Geograph und Historiker des klassischen Griechenland), an dem die Phoenizier zum ersten Mal an der Suedkueste der Iberischen Halbinsel anlandeten. Dieses Gebiet, das damals unter der Bezeichnung Seks oder Ex bekannt war, ist aktuell durch drei archaeologische Fundorte bzw. Nekropolen naeher zu bestimmen: den Cerro de San Cristobal, Velilla und die Puente de Noy. Doch es war die geographische Besonderheit, nach der dieser Ort benannt wurde: Seks oder Ex koennte man demnach als „Stadt am Berg“ oder als „Stadt am Huegel“ bezeichnen. Archaeologische Funde, die den urspruenglichen Ortsnamen belegen, sind, neben anderen Ueberresten, im oertlichen Museum Cueva de los Siete Palacios ausgestellt.

Castillo de San Miguel
Das Gebiet, in dem die Phoenizier ab Mitte des achten vorchristlichen Jahrhunderts Fuss fassten, war bis zum Untergang des Roemischen Reiches besiedelt, woraufhin es spaeter von den Arabern wiederbesiedelt wurde, eine enorme Entwicklung nahm und bis zum heutigen Tag als Siedlung dient, die eine aussergewoehnliche Stellung unter den Gemeinden der granadinischen Kueste einnimmt.

Aus der bereits erwaehnten Bezeichnung Seks oder Ex wurde Sexi, der Name, unter dem die Siedlung in phoenizischer und roemischer Zeit bekannt war. Aus jenem wiederum entwickelte sich der aktuelle Name sexitano fuer die Bewohner Almuñécars, der mindestens genau so ueblich ist wie almuñequero. Nicht wenige der Besucher Almuñécars zeigen sich verbluefft, wenn sie die Aehnlichkeit zwischen der erwaehnten Bezeichnung und dem englischen sexy vergegenwaertigen. Ungluecklicherweise sehen die Wenigsten den Unterschied.

Zur Mitte des ersten Jahrnunderts nach Christus wurden Muenzen in Umlauf gebracht (Sexi hatte eine eigene Praegeanstalt), auf denen man den roemischen Namen der Stadt F.I. SEXI (Firmum Iulium Sexi) findet, der auf den neuen juristischen Status der Stadt hinweist, den sie aufgrund der Unterstuetzung der siegreichen Partei im Zweiten Buergerkrieg der Roemischen Republik verliehen bekam, in dem die Parteien Julius Caesars und jene von Pompejus Magnus aufeinander trafen.

Es finden sich viele literarische Zeugnisse, die das aktuell als Almuñécar bekannte Gebiet in roemischer und frueherer Epoche anfuehren, die bekanntesten sind Werke von Plinius, Pomponius Mela, Estrabon und Titus Livius. Einige der angefuehrten Zeugnisse verdanken ihre Existenz dem/der garum, etwas, worauf wir in einem der folgenden Artikel eingehen werden.

Doch schon im fruehen Mittelalter, mit der islamischen Okupation, wurde der Name der Stadt geaendert, nun versehen mit einem dem heutigen Klang sehr aehnlich anmutenden Bezeichnung. Wie viele andere Ortsbezeichnungen, die mit dem Praefix Al- beginnen, ist auch das Wort Almuñécar arabischen Ursprungs.

Zu jener Zeit wurde die Ortschaft Hins-al-Monacar genannt, was in etwa „Stadt umgeben von Bergen“ bedeutet, demnach mit der gleichen Bezeichnung wie jene der ersten Bewohner dieser Region. Der Grund hierfuer ist die fuer diese Region typische Orographie, die, gebildet von jenen Bergen, das subtropische Klima ermoeglicht, welches wir ebenfalls in einem spaeteren Artikel vorstellen werden.

Traducción de Thomas Schmittner

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